Formale Systeme

Es kann sich oft als nützlich erweisen, eine Form zu entwickeln, die nicht automatisch illustrativ mit ihrem Inhalt verbunden ist, um die Möglichkeit der Erzählung zu erweitern. Überraschende Einsichten in das Material sind oft die Folge. Dazu benutzen wir formale Systeme, die man als Bewegungs- oder Musterkonstruktion verstehen kann und die erst durch den ihnen zugeordneten Kontext an Bedeutung gewinnen. Systeme deswegen, weil sie gearbeitet werden wie choreographisches Material und somit vollkommen selbständig in dem einen oder anderen Kontext innerhalb der selben Inszenierung versteckt sein können.

Das Verfahren zur Erstellung formaler Systeme ist vergleichbar mit dem Erstellen eines Setzbaukastens, dessen Einzelteile abgeschlossene Partikel darstellen und in den Improvisationen ausschließlich, aber in allen denkbaren Kombinationsmöglichkeiten benutzt werden können.